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Notfälle

Vielleicht ist Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs schon ein bißchen her...?

Es macht natürlich Sinn, diese Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Durch einen Kurs oder auch, indem Sie sich die Vorgehensweisen immer mal wieder durchlesen und sich einprägen.

Es hat in letzter Zeit einige Änderungen beim empfohlenen Vorgehen gegeben, die es erleichtern sollen, auch als Laie oder Laiin zu helfen - unter anderem, indem Entbehrliches weggelassen wurde:

  • Bei Bewusstlosigkeit (die Person ist weder durch Ansprechen erweckbar, noch durch Anstupsen und nicht mal durch ein leichtes Zwicken): Notruf absetzen! Lieber ein falscher Alarm zu viel, als ein lebensrettender Alarm zu wenig...
  • Nach dem Notruf: Prüfung auf Atemstillstand: Sie prüfen, ob die bewusstlose Person noch atmet, indem Sie sie auf den Rücken legen und ein Ohr ganz nah an ihre Nase und ihren Mund bringen. Dabei sehen Sie Richtung Brustkorb der Person, ob es Atembewegungen gibt. Sie können auch eine Hand leicht auf den Bauch legen, um dort eine Atembewegung zu spüren.
  • Die Person atmet nicht: Beginnen Sie sofort mit der “Herzmassage”. NEU: Sie brauchen nicht nach einem Puls zu suchen!
  • Herzmassage: Hindernisse wie z.B. Kleidung vom Brustkorb entfernen. Herzdruckmassage in der Mitte des Brustbeins durchführen.     
    NEU: Sie brauchen nicht mehr umständlich nach dem besten Druckpunkt zu suchen.
  • NEU: Sie brauchen nicht unbedingt Beatmung durchzuführen! Konzentrieren Sie sich ganz darauf, den Brustkorb etwa 80-100 Mal pro Minute herunterzudrücken, etwa 4 cm. Da die Vorstellung, Beatmung durchzuführen, für viele abschreckend ist, und sie nicht viel bringt (die Brustkorbbewegungen sorgen selbst für einen kleinen Luftaustausch), soll die Reanimation lieber ohne Beatmung als gar nicht stattfindet. Je länger aber die Reanimationsphase wird, desto wichtiger wird auch die zusätzliche Beatmung. Falls möglich, sollten Sie sie doch durchführen. Empfohlen wird neuerdings ein Wechsel von je 30 Herzdruckmassagen und je 2 Beatmungen.
  • Wichtig: haben Sie Geduld. Auch wenn es lange dauert, bis Hilfe da ist: vorhandene Überlebenschancen bleiben fast gleich hoch, egal, ob die Herzmassage nun 5 oder 45 Minuten, oder noch länger, durchgeführt wurde. Wichtig ist, dass sie stattfindet.

Hier können Sie sich ein Erste-Hilfe-Plakat als pdf herunterladen und ausdrucken.

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